Zwischen Boston und New York: Ein Fulbright-Herbst voller Forschung und Begegnungen - Stefanie Vochatzer - Fulbright-Doktorandin 2025/26

Stefanie Vochatzer | Doktorandin 2025/26 | Universität Paderborn
"Als Fulbright-Stipendiatin verbrachte ich im Herbst 2025 mehrere Monate in den USA. Zwischen Forschungsaufenthalt in Boston und akademischem Austausch in New York entwickelte ich meine Dissertation weiter und gewann neue Perspektiven auf das amerikanische Bildungssystem."
„Im Herbst 2025 verbrachte ich als Fulbright-Stipendiatin mehrere Monate in den USA, um meine Dissertation in einem internationalen Umfeld weiterzuentwickeln. Mein Aufenthalt begann mit einem einmonatigen Forschungsaufenthalt an der Schlesinger Library in Boston, deren Archiv für meine Arbeit besonders wichtig ist. Anschließend wechselte ich an die Mercy University in New York, wo mein wissenschaftlicher Gastgeber und Co-Betreuer am Manhattan Campus tätig ist.
Der akademische Austausch vor Ort war für meine Forschung äußerst bereichernd. In den Seminaren meines Betreuers hielt ich Gastvorträge über das deutsche Bildungssystem und nahm an universitären Netzwerkveranstaltungen teil. Besonders wertvoll waren die regelmäßigen Gespräche über meine Dissertation, bei denen ich Feedback zu Texten und Forschungsfragen erhielt. Zudem besuchte ich eine Konferenz in Providence, Rhode Island, bei der ich mein wissenschaftliches Netzwerk weiter ausbauen konnte.
Auch kulturell bot mir der Aufenthalt neue Perspektiven. Obwohl es bereits mein zweiter Forschungsaufenthalt in den USA war, erhielt ich durch Seminare, Gespräche und Einblicke in frühkindliche Bildungseinrichtungen ein noch differenzierteres Verständnis der historischen Entwicklung und sozialen Ungleichheiten im amerikanischen Bildungssystem. Der Austausch mit Studierenden und Kolleg:innen eröffnete mir außerdem neue Einblicke in die Herausforderungen des amerikanischen Bildungs- und Gesundheitssystems.
Neben der akademischen Arbeit war es mir wichtig, mich auch außerhalb der Universität zu engagieren. In Boston arbeitete ich mit Kurator:innen an Projekten zum Thema Body Positivity und half dabei, ein ursprünglich deutsches Community-Projekt für die lokale Szene zu adaptieren. In New York engagierte ich mich ehrenamtlich in einer Fahrradwerkstatt, die Workshops anbietet, in denen Menschen lernen, ihre Fahrräder selbst zu reparieren.
Der Fulbright-Aufenthalt hat mich sowohl akademisch als auch persönlich geprägt. Ich konnte mein Netzwerk erweitern, neue Freundschaften schließen und mehr Sicherheit im Umgang mit akademischem Englisch gewinnen. Gleichzeitig hat mir die Erfahrung gezeigt, wie wertvoll internationale Zusammenarbeit und der Austausch zwischen unterschiedlichen Perspektiven für Forschung und persönliches Wachstum sind.“



















